Deinen BMI berechnen


Bist du ein Mann oder eine Frau?

Für Männer und Frauen gelten unterschiedliche BMI-Bewertungsskalen.

Wie oft treibst du Sport?

Sehr sportliche Menschen haben oft einen höheren BMI, ohne dass dies ein Problem sein muss.

Wie alt bist du?

Für Kinder, Teenager und Senioren gibt es spezielle BMI-Bewertungsmaßstäbe.

Wie gesund ernährst du dich?

Die richtige Ernährung ist einer der wichtigsten Faktoren für ein gesundes Körpergewicht.


Was ist der BMI Wert?

Das Verhältnis des Körpergewichts in Relation zum Gewicht wird über den Body Mass Index BMI dargestellt. Bei Berechnung des BMIs ergibt sich ein Durchschnittswert, der spezielle Kriterien wie Bauchumfang, Muskelmasse oder Statur jedoch außer Acht lässt. Mit der Kenngröße lässt sich der Ernährungszustand eines Menschen einschätzen. Anhand bestimmter Grenzwerte lassen sich Menschen auf Basis des BMIs in normalgewichtig, übergewichtig oder adipös einteilen. Möglich ist auch die statistische Erhebung des BMI für eine gesamte Region oder ein Land, auf diese Weise kann der gesundheitliche Status bestimmter Bevölkerungsgruppen eingeschätzt werden.

Die Entwicklung des Body Mass Index

Sportliche Menschen haben oft einen höheren BMI, ohne dass dies ein Problem anzeigt.

Eine entsprechende Formel entwickelte der belgische Astronom und Physiker Adolphe Quételet bereits im Jahr 1832. Die von ihm entwickelten Werte, auf denen der BMI Wert noch heute basiert, werden auch als Quételet-Körper-Kennzahlen bezeichnet. Der österreichische Forscher Ignaz Kaup nahm weitere Untersuchungen auf diesem Gebiet vor und schuf mit dem Knaupschen Index eine Weiterentwicklung der Arbeit Quételets. Heute sind die Berechnungen unter der Bezeichnung BMI bekannt. Zunächst verwendeten vor allem amerikanische Lebensversicherer den BMI Ende der 1950er Jahre um Versicherungsprämien zu berechnen. Inzwischen nutzt auch die Weltgesundheitsorganisation WHO die Formel als Richtwert. Die Grenzen, nach denen die Einstufung gemäß WHO erfolgt, gelten seit 1995.

BMI berechnen

Der BMI setzt die Körpergröße ins Verhältnis zum Körpergewicht und errechnet sich wie folgt:

  • BMI=Körpergewicht in kg /Körpergröße in m²
  • Das Körpergewicht in Kilogramm wird durch die Körpergröße zum Quadrat geteilt.
  • Ein Beispiel verdeutlicht die Berechnung:
  • Das Körpergewicht beträgt 65 kg, die Größe 1,70 m, daraus ergibt sich ein BMI von
  • 65 kg : 1,70 m² = 22,49

Nach der Einteilung der WHO ergibt sich aus dieser Berechnung für die Person das Ergebnis „normalgewichtig“.

BMI-Tabelle

Nach der Gewichtsklassifikation der WHO gelten folgende Werte für Erwachsene:

BMI Kategorie
< 16 starkes Untergewicht
16,0 bis < 17,0 mäßiges Untergewicht
17,0 bis < 18,5 leichtes Untergewicht
18,5 bis < 25,0 Normalgewicht
25,0 bis 30,0 Übergewicht
30,0 bis < 35,0 Adipositas Grad I
35,0 bis < 40,0 Adipositas Grad II
ab 40 Adipositas Grad III
Das Normalgewicht von Frauen weicht leicht von dem von Männern ab.

Hier handelt es sich um die Standard-Tabelle der WHO, die weder Alter noch Geschlecht berücksichtigt. Da Männer in der Regel über mehr Muskelmasse verfügen und Frauen einen größeren Fettanteil am Gesamtgewicht haben, wurde die Standardtabelle entsprechend modifiziert, so dass geschlechterabhängig andere Werte gelten können. Das Normalgewicht von Frauen liegt demnach zwischen einem BMI von 17,5 und 23,9 während bei Männern die Werte der WHO-Tabelle zugrundegelegt werden können. Experten gehen inzwischen davon aus, dass der BMI mit zunehmendem Alter durchaus etwas ansteigen kann und hier auch höhere Werte im Normbereich sind. Gleichzeitig weisen die Experten darauf hin, dass sportliche Menschen einen höheren BMI haben können, ohne dass sie übergewichtig sind. Das National Research Council der USA hat eine Tabelle mit dem idealen BMI nach Alter veröffentlicht:

Alter In Jahren BMI
19 bis 24 19-24
25 bis 34 20-25
35 bis 44 21-26
45 bis 54 22-27
55 bis 64 23-28
ab 64 24-29
Auch bei Kindern und Jugendliche gelten andere Werte.

Für Kinder und Jugendliche weichen die Tabellen ab, hier gibt die Weltgesundheitsorganisation eigene Werte heraus. In Deutschland bietet die Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kinder- und Jugendalter AGA einen Überblick über den sogenannten „BMI Percentil“:

BMi Kategorie
< 18,5 Untergewicht
18,5 bis < 25,0 Normalgewicht
25,0 bis < 30,0 Übergewicht
30,0 bis < 35,0 Adipositas Grad I
35,0 bis < 40,0 Adipositas Grad II
ab 40,0 Adipositas Grad III

Einfluss der Ernährung auf den BMI

Da der BMI abhängig vom Körpergewicht ist, hat eine Gewichtsreduzierung immer eine Änderung des BMIs zur Folge. Wer also mit einer Diät die Pfunde zum Schmelzen bringt, senkt auch seinen BMI. Mit einer Ernährungsumstellung und Sport lassen sich diese Ziele langfristig erreichen.

Wer auf die Ernährung achtet, tut auch Gutes für den eigenen BMI.

Insbesondere Fast Food kann einen negativen Einfluss auf den Body Mass Index haben. Wer häufig zu Burger, Pommes Frites oder Currywurst greift, erhöht seinen BMI dauerhaft. Die University of California hat den Konsum von Fast Food genauer unter die Lupe genommen und ermittelt, dass zwischen 1999 und 2008 in 25 Industrienationen 27 Mal jährlich Junkfood auf dem Speiseplan stand. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche BMI in diesen Nationen von 25,98 auf 26,4 an.

Um Abzunehmen müssen dem Körper weniger Kalorien zugeführt werden, als er verbraucht - was in der Theorie ganz einfach klingt, ist in der Praxis oftmals schwer umzusetzen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. DGE rät, vor allem Lebensmittel mit einer geringen Energiedichte zu verwenden, um das Gewicht zu reduzieren. Wer diese Lebensmittel zu sich nimmt, kann sich zwar sattessen, spart dabei aber einige Kalorien ein. Entscheidend ist es also, die Ernährung so zu gestalten, dass die Malzeiten nur eine geringe Anzahl Kalorien enthalten, aber sättigen. Grundsätzlich gilt: Lebensmittel, die besonders fettarm sind und einen hohen Wasseranteil haben, haben eine geringe Energiedichte. Empfehlenswert für die tägliche Ernährung sind vor allem Obst und Gemüse aber auch Joghurt mit einem geringen Fettanteil. Auch Salat, Hülsenfrüchte oder ballaststoffreiche Lebensmittel gehören zu einer gesunden Ernährungsweise. Auf Lebensmittel wie Gebäck, Kartoffelchips oder Weißbrot sollte verzichtet werden, da hier die Energiedichte besonders hoch ist. Nach Angaben der DGE haben insbesondere kohlehydratreiche Lebensmittel mit einem geringen Wassergehalt eine sehr hohe Energiedichte. Seit Ende 2016 muss auf Lebensmitteln der Energiegehalt pro 100 Gramm angegeben werden. Wer seinen BMI senken möchte, findet auf diese Weise leichter Lebensmittel mit einer geringen Energiedichte. Zudem hat der Verzicht oder die Reduzierung des Zuckers für einen positiven Einfluss auf das Gewicht und damit auf den BMI. Hilfreich kann bereits die Minimierung von Zuckerzugaben bei der täglichen Zubereitung von Speisen sein.

Informationen zum Abnehmen beim BMI

Bei der Berechnung des BMIs werden Körperbau und Muskelmasse nicht berücksichtigt, da der Wert keinen Unterschied zwischen Fett und Muskelmasse kennt. Ein sehr muskulöser Sportler könnte demnach nach der Klassifizierung des BMI durchaus als übergewichtig gelten, auch wenn der Körperfettanteil sehr niedrig ist.

BMI über 30 dringend reduzieren

Liegt der BMI jedoch über einem Wert von 30 und es handelt sich nicht um einen passionierten Sportler, sollte der BMI reduziert werden. Ab einem Wert von 30 gilt ein Mensch als adipös. Hier stehen verschiedene Diäten und Programme zum gesunden Abnehmen zur Wahl, handelt es sich um hohes Übergewicht, sollte das Abnehmen unter ärztlicher Aufsicht stattfinden. Entscheidend ist eine Ernährungsumstellung, damit der BMI auch dauerhaft auf einen geringeren Wert reduziert werden kann. Wer nach einer Diät wieder in sein altes Essverhalten zurückfällt, macht in der Regel Bekanntschaft mit dem Jojo-Effekt, der dafür sorgt, dass die Waage im Laufe der Zeit noch höher ausschlägt als vor Beginn der Diät.

Bei einem nur geringen erhöhten BMI reicht es oftmals aus, Sport zu treiben und die Ernährung entsprechend umzustellen. Wer sich gesund, ernährt, regelmässig Sport treibt und einen geringfügig erhöhten BMI hat, muss sich aufgrund der körperlichen Fitness wenig Sorgen um die erhöhten Werte machen.

Ein zu hoher Fettanteil kann die Gesundheit nachhaltig gefährden

Forschungen haben ergeben, dass beim Gesundheitszustand eines Menschen nicht ausschließlich der BMI eine Rolle spielt, sondern vor allem auch der Bauchumfang. Besonders tiefliegendes Bauchfett wird als gefährlich angesehen und soll an der Entstehung von Krankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck beteiligt sein. Gerade wenn sich zwischen den Organen Fettdepots bilden, kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen. Haben sich dagegen Fettdepots an Stellen wie Po oder Oberschenkeln gebildet, geht von ihnen keine Gefahr aus. Experten nehmen an, dass bei Frauen ab einem Taillenumfang von über 80 cm und bei Männern von 94 cm ein erhöhtes Krankheitsrisiko besteht. Werte über 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern deuten auf ein stark erhöhtes Krankheitsrisiko hin. Um den Bauchumfang zu bestimmen, sollte mit einem Maßband oberhalb des Hüftknochens gemessen werden. Der Bauch muss dabei entspannt sein. Unabhängig vom BMI sollte daher bei zu viel tiefliegendem Bauchfett unbedingt ans Abnehmen gedacht werden.

Gesamtbild aus BMI, Ernährung und Fitness betrachten

Der BMI dient also nur als grober Richtwert – der Gesundheitszustand und die Fitness bleiben unberücksichtigt. In die Beurteilung ob jemand abnehmen muss, sollten die gesamten Lebensgewohnheiten und Lebensumstände einfließen. Sinnvoll ist ein Gewichtsverlust auf jeden Fall bei einem BMI jenseits der 30. Wer hingegen nur einen geringfügig erhöhten BMI hat, sich gesund ernährt und regelmäßig Sport treibt, muss nicht ans Abnehmen denken.